Broschen aus Gold, Silber, Weißgold, Platin und Art Déco im Überblick. Formen, Stempel, Legierungen, Brillanten und Broschen mit Anhängerfunktion verständlich erklärt.


Broschen aus Gold, Silber, Weißgold, Platin und Art Déco

Broschen gehören zu den klassischen Schmuckstücken und finden sich bis heute regelmäßig in Nachlässen. Sie wurden an Kleidung, Schals oder am Revers getragen und kommen in sehr unterschiedlichen Formen und Materialien vor. Neben schlichten Silberbroschen gibt es Goldbroschen, Weißgoldbroschen mit Brillanten, Stücke aus Platin sowie klar gestaltete Art-Déco-Broschen. Viele ältere Exemplare sind zudem vielseitig nutzbar und können nicht nur angesteckt, sondern auch an einer Kette getragen werden.

Materialien und Legierungen

Goldbroschen wurden häufig in 333er, 585er oder 750er Gold gefertigt. Silberbroschen tragen meist Stempel wie 800, 835, 900 oder 925. Bei Platin finden sich häufig 850, 900 oder 950. Diese Zahlen geben den Edelmetallanteil an und sind ein wichtiger Hinweis auf Material und Einordnung. Bei älteren Stücken kommen zusätzlich Herstellerzeichen, Meistermarken oder weitere Punzen vor. Gerade bei Silber sind auch Halbmond- und Kronenstempel typisch.
Weißgold nahm vor allem im 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle ein. Es wirkt sachlicher als Gelbgold und wurde besonders gern für Broschen mit Diamanten oder Brillanten verwendet. Platin findet man meist bei hochwertigeren Arbeiten, vor allem dann, wenn feine Fassungen und ein zurückhaltendes Erscheinungsbild gefragt waren.

Broschen mit Brillanten und Art Déco

Broschen mit Brillanten sind besonders bei Weißgold- und Platinarbeiten häufig. Der Diamant ist der Stein selbst, der Brillant bezeichnet die Schliffform. Solche Broschen wirken oft klar und hochwertig, ohne überladen zu sein.
Art-Déco-Broschen stammen meist aus den 1920er- und 1930er-Jahren. Typisch sind geometrische Formen, Symmetrie und eine ruhige, geordnete Gestaltung. Verarbeitet wurden häufig Weißgold, Silber oder Platin, teils in Verbindung mit Diamanten, Onyx, Saphiren oder Perlen. Gerade diese klare Formensprache macht viele Art-Déco-Broschen bis heute interessant.

Typische Broschenformen

Zu den bekanntesten Formen gehört die Stabbrosche. Sie war besonders im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert verbreitet und wirkt meist schmal, länglich und zurückhaltend. Daneben gibt es Rundbroschen, Schleifenbroschen und florale Broschen mit Blatt- oder Blütenmotiven. Ebenfalls häufig sind Kameenbroschen, bei denen geschnittene Darstellungen in Stein oder Muschel eingefasst wurden.
Auch figürliche Motivbroschen mit Sternen, Tieren, Kronen oder anderen symbolischen Formen kommen immer wieder vor. Je nach Material und Verarbeitung reicht das Spektrum von einfachen Schmuckstücken bis zu aufwendiger gearbeiteten Broschen mit Steinbesatz.

Broschen mit Anhängerfunktion

Ein Teil der älteren Broschen wurde so gearbeitet, dass das Stück nicht nur angesteckt, sondern auch an einer Kette getragen werden konnte. Diese Doppelfunktion findet man vor allem bei Kameen, feineren Goldbroschen, Weißgoldbroschen oder Stücken mit Brillanten. Solche Ausführungen sind besonders praktisch, weil sie je nach Anlass unterschiedlich getragen werden können.

Gerade bei historischem Schmuck ist diese Mehrfachnutzung ein interessanter Punkt. Sie zeigt, dass viele Stücke nicht nur dekorativ, sondern auch bewusst vielseitig gedacht waren.

Worauf man bei alten Broschen achten sollte

Wichtig sind Material, Stempel, Verarbeitung, Verschluss und Steinbesatz. Punzen geben erste Hinweise auf Gold, Silber oder Platin. Ebenso sollte geprüft werden, ob Nadel, Scharnier und Fassung original und vollständig erhalten sind. Bei Broschen mit Steinen ist entscheidend, ob alle Elemente vorhanden sind oder ob später etwas ersetzt wurde.
Kleine Gebrauchsspuren sind bei altem Schmuck normal. Deutlichere Schäden, verbogene Nadeln, lockere Verschlüsse oder unsaubere Reparaturen sollten aber berücksichtigt werden. Auch die zeitliche Einordnung spielt eine Rolle, denn Stil, Material und Verarbeitung hängen oft eng zusammen.

Fazit

Broschen aus Gold, Silber, Weißgold, Platin oder im Art-Déco-Stil sind ein vielseitiges Gebiet innerhalb des alten Schmucks. Besonders interessant sind Stücke mit klarer Form, lesbaren Stempeln, guter Verarbeitung und einer möglichen Anhängerfunktion. Gerade bei Nachlassschmuck lohnt sich deshalb ein genauer Blick, weil sich hinter unscheinbaren Stücken oft gut gemachte und zeittypische Arbeiten verbergen.

Autor & Expertise: Dipl.-Ing. Thomas Huss & Niels Kröning

Dieser Fachbeitrag entstand im Rahmen des Projekts „Mobiler Goldankauf Kiel“. Er basiert auf langjähriger Erfahrung im Edelmetallhandel sowie der technologischen und historischen Begutachtung von Wertgegenständen.

  • Arbeitsschwerpunkt: Fachgerechte Bestimmung von Goldschmuck, Silber, Uhren und Münzen. Als Maschinenbauingenieur verbinde ich technisches Fachwissen über Werkstoffe und Mechanik mit der Bewertung wertvoller Sammlerstücke.

  • Spezialisierung: Qualifizierte Wertermittlung von Armband- und Taschenuhren, historischen Münzen sowie Edelsteinen und hochwertigem Perlenschmuck.

  • Ziel: Den ideellen und materiellen Wert Ihrer Objekte fachkundig zu erschließen. Bei uns steht das Einzelstück als Zeugnis seiner Zeit im Vordergrund, weit über den reinen Schmelzwert hinaus.


Goldankauf, Silberankauf & Schmuckankauf – Stückbezogene Bewertung

Wir bieten den Ankauf von Goldschmuck, Silberschmuck, Erbschmuck und Vintage-Uhren mit Fokus auf das einzelne Stück. Die Bewertung erfolgt transparent und nachvollziehbar nach Zustand, Erhalt und Machart – nicht ausschließlich nach Gewicht oder Schmelzwert.

  • Leistungsspektrum: Ankauf von Goldringen, Goldketten, Armbändern, Broschen, Nachlassgold sowie mechanischen Uhren aus Gold, Silber oder anderen Materialien. Auch Echtsilber und versilberte Ware werden berücksichtigt. Ebenso Ankauf von Zahngold, Münzen, Medaillen und Bernstein.

  • Region Nord (Hausbesuche): Eine persönliche Begutachtung ist nach Absprache möglich in Kiel, Hamburg, Lübeck, Flensburg, Neumünster, Rendsburg, Eckernförde, Plön, Itzehoe, Bad Segeberg, Travetal, Norderstedt, Elmshorn, Pinneberg, Husum, Heide, Quickborn sowie im gesamten Raum Preetz und Eutin.

  • Transparenz: Faire Preisgestaltung auf Basis aktueller Edelmetallkurse und marktgerechter Sammlerwerte.


Kontakte & Fachportale

📧 E-Mail: info@gold-ankauf-kiel.de | 📞 Tel: +49 (0)431 7858569 | 📱 Mobil: +49 (0)172 2025935